Jugendaustauschprojekt Deutschland / Senegal

Jugendaustauschprojekt Deutschland / Senegal

Projektmotto:
Freundschaft / Amitié

Slogan:
Musik verbindet

Themenschwerpunkt:
Musik und Tanz (Weltweit Ausdruck, Sprache und Kultur der Jugend)

Resümee:
Freundschaft ist das was man zusammen erlebt hat.
Musik und Tanz sind zwei ausdrucksmittel der Jugendlichen von der ganzen Welt gemeinsam erleben können, ohne Minderwertigkeitskomplexe zwischen erster und dritter Welt oder Bildungsniveaukomplex oder Sprachbarrieren.
Musik und Tanz zeigen einerseits die eigenen Fähigkeiten und anderseits die Kreativität der gegenüberstehenden Austauschpartner.
Das Projekt Freundschaft beinhaltet Diskussionsrunden über die verschiedenen Jugendproblematiken, aber vor allem über die Dinge, die die Jugendlichen verbinden.
Dieses Projekt soll ein positiver Beitrag gegen Rassismus und Diskriminierung sein. Die Jugendlichen bekommen eine Chance eine „neue“ Welt kennen zu lernen und diese zu verstehen. Durch das Planen der gemeinsamen Veranstaltungen und den gegenseitigen Besuchen, findet ein Prozess des kennen lernen statt, was ermöglicht Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu entdecken und als Bereicherung wahrzunehmen.

Projektziele:

• Andere Menschen kennen lernen

• Lebenshorizont erweitern

• Ein anderes Land kennen lernen

• Neue Freundschaften schließen

• Erfahrungen sammeln

• Seine eigenen Grenzen kennen lernen

• Neue Kulturen erleben

• Unterschiede wahrnehmen

• Umgang mit Konflikten

• Neue Sprachen kennen lernen

Träger:
SJD – Die Falken / Berlin
Falken Landesbüro:
Sozialistische Jugend Deutschlands
Landesverband Berlin
Rathenower Str. 16
10559 Berlin
Tel. 280 51 27
Fax 282 64 98
www.falken-berlin.de

Kontaktadresse: Kontaktperson:
Kinder- und Jugendzentrum, ASH François Tendeng,
Gutschmidtstraße 37, 12359 Berlin afeg@gmx.net
(Tel: 280 20 53) Handy: 0172-307 12 76
ash@falken-berlin.de

Bedingung:
Aktive Teilnahme an den zwei Begegnungen und mindestens an 5 Vortreffen und an einem Vorbereitungswochenende!!

Themenveranstaltungen:
Gesprächsrunden: neue Einwanderungswelle, Globalisierungsfolgen, neue Weltmachtordnung
Spezialitäten Abende (Kochen, Musik, Spiele, Tänze)
Konzert: Live Musik und Tanzperformanz
Gemeinsame Veranstaltungsbesuche
Landesbesichtigung mit Sehenswürdigkeiten
Gemeinsame Workshops
Gemeinsame Musik Aufnahme (Herstellung einer gemeinsamen CD)
Gemeinsame Filmproduktion.

Projektphasen:
Phase 1: Vorbereitung (November 2006 – September 2007)
Treffen:
Der erste Donnerstag im Monat um 18:30 Uhr im ASH
Feste Termine: ( 02.11.06, 07.12.06, 01.02.07)
Wochenendevorbereitung und weitere Termine werden danach mit den Teilnehmern festgelegt.
Vorbereitungsveranstaltungspunkte:
Sprachkurse, sozial und Landeskunde,
Themenbeschreibung
Vorfinanzierungsveranstaltungsplanung mit Live Musik und Tanzperformanz,
DVD – Filmplanung
Aufbau einer gemeinsamen Internetseite mit einem Forum wo die Teilnehmer miteinander sich treffen können. Es wird auch über die Musik die Sie hören und selber machen ausgetauscht.
Phase 2: Senegalfahrt : Oktober 2007 (05.10.07 – 20.10.07)
Phase 3: Vorbereitung der Rückbegegnung
Phase 4: Rückbegegnung in Deutschland (21.12.07 – 05.01.08)

SELBSTDARSTELLUNG DES PROJEKTTRÄGERS

SELBSTDARSTELLUNG DES PROJEKTTRÄGERS
1. SJD – DIE FALKEN ( LV-Berlin)
(Siehe: www.falken-berlin.de)
Das Projekt wird ideell und organisatorisch von der Sozialistischen Jugend Deutschlands-Die Falken (SJD-Die Falken) unterstützt. Die SJD-Die Falken ist ein unabhängiger, traditionsreicher (gegr. 1904), demokratischer Kinder- und Jugendverband, dessen Wurzeln in der Arbeiterbewegung liegen. Die Falken sind in allen Bundesländern vertreten und pflegen Kontakte zu Partnerorganisationen in vielen Ländern der Welt. Regelmäßig finden große internationale Camps statt, auf denen sich Kinder- und Jugendgruppen aus allen Teilen der Welt treffen.

Basis der Arbeit der SJD-Die Falken sind die ehrenamtlich geleiteten Kinder- und Jugendgruppen. DIe Kinder sollen von jungen Jahren an zu demokratischen und sozialen Werten erzogen werden. Dazu gehört auch, dass sie motiviert werden sollen, sich mit allen gesellschaftlichen Fragen auseinander zu setzen, sich eine Meinung zu bilden und sich für ihre eigenen Interessen und eine solidatische Gesellschaft aktiv zu engagieren. Durch die koedukative Gruppenarbeit erwerben sie soziale Kompetenzen wie die Fähigkeit zur gewaltfreien Konfliktbearbeitung, Toleranz und Akzeptanz Andersdenkener, einen Sinn für Gleichberechtigung und Gerechtigkeit, aber auch Durchsetzungsfähigkeit. Das Vorbild der GruppenleiterInnen ist nachhaltig präsent und die spätere Bereitschaft zu eigenem ehrenamtlichen Engagement hoch. Alle Mitglieder haben die Möglichkeit der Partizipation in ihren Gremien und an den wichtigen Verbandsentscheidungen in den satzungsmäßig dafür vorgesehenen Gremien.

Unterstützt wird die ehrenamtlich Engagierten von hauptamtlichen MitarbeiterInnen in der Landesgeschäftsstelle, die aus Mitteln des Landesjugendamts, aus Mitgliedsbeiträgen und sonstigen Einnahmen finanziert wird. Vom Landesjugendamt erhalten die Falken Zuwendungen zur Finanzierung von Seminaren zur politischen Bildung, internationalen Begegnungen, Gedenkstättenfahrten und Zeltlagern.

2. DIE EINRICHTUNG: ASH
Kinder und Jugendliche im Anton Schmaus Haus
Siehe: http://www.falken-berlin.de/ueberuns/einrichtungen/neu_ash.html
Im Anton Schmaus Haus treffen sich Kinder und Jugendliche zwischen 8 und 21 Jahren unterschiedlichster sozialer und nationaler Herkunft. Durch seine besondere Bindung an die Sozialistische Jugend verbindet das Haus die offene Arbeit im Einzugsgebiet Britz-Süd mit der Nutzung durch Gruppen, die aus anderen Berliner Stadtteilen kommen. So findet sich im Haus eine Mischung aus integrativer, antirassistischer, sozialpädagogischer und künstlerischer Arbeit statt.

Verantwortung durch Selbstorganisation
Die Einrichtung gehört den Kindern und Jugendlichen. Zivilcourage lässt sich nur lernen, wenn die Kinder auch Verantwortung tragen, wenn sie die Möglichkeit bekommen mitzureden und mit ihrer Stimme etwas bewirken und ändern zu können. Im Stadtteil Britz-Süd treffen sich Kinder und Jugendliche um gemeinsam auf dem Abenteuerspielplatz zu bauen, sich selbstorganisiert Breakdance beizubringen, zu musizieren, zu kochen und von Frühjahr bis Herbst auf dem hauseigenen Bolzplatz eine eigene Fußballgruppe zu organisieren und im Turnier gegen andere Jugendclubs zu spielen. In den Musikgruppe sind Kinder und Jugendliche unterschiedlichster Nationalitäten (türkisch, polnisch, arabisch, deutsch) organisiert, die durch das gemeinsame Musikmachen, Teamgeist zu entwickeln, Konflikte auszuhalten und nicht durch Gewalt zu lösen. Auch lernen sie, sich als Menschen unabhängig von ihrem kulturellen Hintergrund zu sehen und zu respektieren.

Gleichberechtigung und Toleranz
Gleichberechtigung und Toleranz werden hier groß geschrieben. Sei es durch den Mädchentag, an dem die Mädchen lernen sich gegen Belästigungen zu wehren oder einfach das Haus für sich haben, die alltägliche koedukative Arbeit, dem internationalen Team, Besuchen aus u.a. Israel und Süd-Afrika, dem Austausch mit anderen Jugendfreizeiteinrichtungen in Lichtenberg und Hohenschönhausen oder im Senegal oder der Nutzung des Hauses zur Vorbereitung von Zeltlagern und Gedenkstättenfahrten.

Carrefour des Arts de Ziguinchor

Carrefour des Arts de Ziguinchor
Das Carrefour ist ein selbstständiges Projekt, für die Unterstützung der Vereine und N.G.O. auf der Basisgemeinde von Ziguinchor. Das Tätigkeitsfeld der C. befindet sich im Bereich der Kultur, Bildung und internationaler Begegnung. Das C. ist ein unabhängiges Projekt, konzipiert, durchgeführt und verwaltet durch Jugendliche und Künstler. Hier ist auch der Sitz des UNESCO – Clubs B., welcher im Sinne der Ideale von der UNESCO arbeitet. Das Carrefour hat den Status eines G.I.E. für die Förderung der Kunst und Kultur. Es dient als Stützungsplattform der A.S.C. und der lokalen Organisationen. Das Carrefour finanziert sich selbst durch die Raumvermietung zu Sonderkonditionen an die o.g. Organisationen um diesen die Finanzierung der Aktivitäten zu erleichtern oder überhaupt zu gewährleisten..
Erste Phase: Projektgeburt
Um die Region Ziguinchor vor einer Isolation zu schützen sowie die Partizipation eines Wiederaufbaus zu gewährleisten, ist das Carrefour aus dem Boden erstanden in Form eines Hauses aus Lehm.
Das war 1995 und zu diesem Zeitpunkt waren es nur 7 Menschen die das Projekt gegründet haben. Nach dem Bau der Toiletten und der Ziehung des Zauns, der eine Höhe von einem Meter aus Steinen hatte und einem Rest der aus einem selbstgeflochtenen Material bestand, hatten schon die Aktivitäten angefangen, und zwar mit einem Schüleraustausch der Rathenower Schule in Deutschland ( siehe Foto unten ) .
Zweites Highlight (Aktivität) war die Durchführung eines internationalen Künstlermeetings (Dezember `95 – Januar `96) mit der Teilnahme von Künstlern und Jugendlichen aus Frankreich, Deutschland, Tschechoslowakei, Gambia, Guinea und Senegal…… Dies war ein Austausch in verschiedenen Workshops:
· Bildende Kunst mit gemeinsamer Ausstellung am Rathaus und Stadtdekoration.
· Musik mit gemeinsamem Konzert der Gruppen der verschiedenen Regionen
· Spektakel: Zirkus und Ballet mit gemeinsamen Vorstellungen in Schulen und öffentlichen Plätzen
Zweite Phase: Weiterführung der Bauaktivitäten und Unterstützung der lokalen Organisationen
Von 1966 bis 1998 wurde das Carrefour Stück für Stück weitergebaut und der Schwerpunkt wurde dabei in die Zusammenarbeit mit den lokalen Organisationen gelegt.
1999 wurde dann der Club UNESCO B. in Carrefour geboren und dies führte zu einer Entfaltung der Aktivitäten und bekräftigte dabei die externen Programme
(Alphabetisierungsmaßnahmen: Menschenrechtskonferenzen und einer Runder Tisch, an dem der Frieden diskutiert wurden)
Mit der Vermietung der Räume, wurde der Bau, der noch bis heute anhält, weitergeführt. Die lokalen Organisationen sind durch die günstige Finanzierung der Räume in der Lage, ihre Projekte aufrecht zu erhalten.
Dritte Phase: neue Technologie und internationale Zusammenarbeit
Die dritte Phase die im Jahr 2002 beginnen wird, kommt mit zwei neuen Richtlinien:
1) Effektivität für die lokalen Organisationen: der C. wird neues Arbeitswerkzeug stellen, in Form eines offenen Büros in dem Computer stehen., die von den Organisationen genutzt werden können. Dies ist ein Projekt, das unter dem Namen „Computer für Alle“ läuft: Ordinostros. Dieses offene Büro wird erweiternd noch Lehrern, Journalisten, kleinen Unternehmern, die sich keinen Computer leisten können, angeboten.
2) Internationale Zusammenarbeit mit weiteren gleichgesinnten Organisationen wird angestrebt.